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Mobile Tankanlagen Flexible Kraftstoffversorgung

Mobile Tankanlagen sind in vielen Arbeitsbereichen unverzichtbar. Auf Baustellen, in der Forst, auf Flugplätzen oder in der Landwirtschaft ist eine zuverlässige und mobile Kraftstoffversorgung für einen reibungslosen Betrieb unabdingbar.
Ohne Mobile Tankanlagen müssten alle Arbeitsmaschinen und alle Fahrzeuge zum betanken eine öffentliche Tankstelle aufsuchen.

Dieser Zeit- und Logistikaufwand lässt sich durch Mobile Tankanlagen umgehen. Tankanlagen gibt es in verschiedenen Formen und Bauweisen, die gemäß ihrer Art individuellen Vorschriften unterliegen.
Auf dieser Seite gehen wir auf die unterschiedlichen Arten der Mobilen Tankanlagen ein und zeigen die Vor- und Nachteile auf.

Mobile Tankanlagen – Wissenswertes

Grundlegende Arten von Mobilen Tankanlagen

Großpackmittel (IBC)

Großpackmittel verfügen über eine Bauartzulassung, welche ihre Nutzungsdauer bei regelmäßiger Inspektion nicht einschränkt. Erkennen kann man dies an der UN31….. Zulassungszeile auf dem Typenschild des Behälters. Ausnahme sind Tankbehälter aus Kunststoff, deren Zulassung nach 5 Jahren erlischt. Sie sind bis 3.000 Liter Volumen erhältlich und sorgen auf Baustellen, in der Forstwirtschaft oder auf Agrarbetrieben für eine sichere mobile Versorgung mit Diesel- oder Benzinkraftstoff. Die meisten IBC bestehen aus Stahl. Varianten aus Aluminium oder Kunststoff sind jedoch auch erhältlich. Im Regelfall sind diese Mobilen Tankanlagen mit einem Pumpensystem ausgestattet.

Geeignete Verpackungen

Anders als Großpackmittel (IBC) verfügen geeignete Verpackungen über keine Bauartzulassung. Für die Eignung der Tankanlage ist der Betreiber alleine verantwortlich. Zudem beschränkt die Gefahrgutrechtliche Freistellung 1.1.3.1c ADR, innerhalb der geeignete Verpackungen befördert werden dürfen, den Anwender stark. Ein flexibler Einsatz von Tankbehälter und Transportfahrzeug ist so nur bedingt möglich. Geeignete Tankanlagen werden vorrangig aus Kunststoff gefertigt, sind jedoch auch aus Stahl verfügbar. Wie die meisten Mobilen Tankanlagen sind geeignete Verpackungen mit einem Pumpensystem ausgerüstet, das eine direkte Nutzung ermöglicht.

Zugelassene Verpackungen

Zugelassene Verpackungen gibt es bis 450 Liter Volumen. Diese Sonderbauweise erkennt an an der UN1A1W, 1A2W… in der Zulassungszeile. Diese Verpackungsart wird richtigerweise „Fass mit oder nicht abnehmbaren Deckel bezeichnet. Umgangssprachlich werden diese Behälter jedoch als Zugelassene Verpackung bezeichnet. Zugelassen werden diese Behältertypen vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt). Vorrangig werden diese Tankanlagen aus Stahl gefertigt und ähneln in ihrer Erscheinung Großpackmitteln (IBC). Wie bei allen Mobilen Tankanlagen müssen auch Zugelassene Verpackungen wiederkehrend geprüft werden. Eine Pumpenausrüstung wird standardmäßig verbaut.

Weitere Unterschiede von Mobilen Tankanlagen

Neben den drei Grundarten unterscheiden sich Mobile Tankanlagen in ihrem Aufbau und ihrem Baukonzept stark. Aufgrund der vielen verschiedenen Anforderungsgebiete unterscheidet sich auch das Design und die Bauart. Damit ändert sich sich auch der Prüfungsumfang und die Verwendungsmöglichkeiten der Mobilen Tankanlage.

Die Hauptunterschiede liegen in:
Material
Lagermedium
Bauweise
Aufbau der Rückhaltevorrichtung
Sicherheitsausstattung

Schnellzugriff:

Stahl
Aluminium
Kunststoff

Material:

Stahl: Stahlbehälter sind robuster als Behälter aus Aluminium oder Kunststoff. Allerdings sind sie jedoch deutlich schwerer und können selten ohne Hilfsmittel bewegt werden. Zudem verfügen sie über eine Bauartzulassung.

Aluminium: Tankanlagen aus Aluminium sind deutlich leichter als Stahltanks. Sie lassen sich in leerem Zustand je nach Größe problemlos per Hand bewegen. Mobile Tankanlagen aus Aluminium verfügen ebenso über eine nicht zeitlich begrenzte Zulassung bei regelmäßiger Inspektion. 

Kunststoff: Kunststoff ist das leichteste Material. Diese Tanks lassen sich problemlos ohne Hilfsgeräte bewegen. Im Gegensatz zu Tankanlagen aus Aluminium und Stahl verfügen Kunststofftankanlagen nur über eine zeitlich begrenzte Zulassung von 5 Jahren. Viele Kunststofftanks besitzen gar keine Gefahrgutrechtliche Zulassung und werden als geeignete Verpackung verwendet.

Diesel
Benzin
AdBlue®

Lagermedium:

 

Diesel: Dieselkraftstoff ist das häufigste Lagermedium bei Tankbehältern. Im Gegensatz zu Ottokraftstoffen benötigen Dieselkraftstoff-Tankanlagen keinen EX-Schutz. Ihr Aufbau und ihr Pumpensystem sind daher simpler ausgelegt. Dieseltankanlagen unterliegen teilweise anderen Lagervorschriften als  Benzintankanlagen. Eine korrekte Kennzeichnung an der Tankanlage ist zwingend erforderlich.

Benzin: Ottokraftstoff birgt ein größeres Explosionsrisiko als Dieselkraftstoff. Die Mobile Tankanlage, sowie die Pumpenausrüstung und Abfüllvorrichtungen müssen funkenfrei funktionieren. Dafür müssen die Hersteller Ihre Produkte zertifizieren lassen. Nur mit der entsprechenden ATEX-Zertifizierung ist ein sicherer Betrieb dieser Anlagen möglich. Auch die korrekte Erdung der Tankanlage muss beachtet werden. Zudem müssen bei der Aufstellung bestimmte Zonen und Vorschriften eingehalten werden.

AdBlue®: Für eine mobile Kraftstoffversorgung mit AdBlue® werden speziell dafür ausgelegte Tankanlagen benötigt. Zur Auswahl stehen für die Harnstofflösung (AUS32) Tanks aus Kunststoff oder aus Edelstahl. Auch Pumpen, Zählwerke und Abgabeschläuche müssen entsprechend für AdBlue® ausgelegt sein. 

Zylindrisch
Kubisch

Bauweise:

 

Zylindrisch: Zylindrische Behälter sind rundlich und  oft mit einem extra Staukasten für die Pumpentechnik ausgerüstet. Es gibt Ausnahmen die ohne den Staukasten für die Pumpenausrüstung auskommen  Der Zylindrische Tank steht immer auf einer Fußkonstruktion oder einem Rahmengstell. Durch ihre zylindrische Form sind sie äußerst widerstandsfähig.

Kubisch: Kubische Behälter sind viereckig. Sie lassen sich aufgrund Ihrer Form fast überall einfach aufstellen. Ihre Eckige Bauweise ist weniger kompliziert als die der zylindrischen Behälter. Ihre Pumpenausrüstung befindet sich oft unter dem Tankdeckel und nicht in einem extra Staukasten.

Doppelwandig
Einwandig
Auffangwanne

Aufbau der Rückhaltevorrichtung:

Doppelwandig: Doppelwandige Tankanlagen bestehen aus einem inneren Tank und einer äußeren Ummantelung. Der Raum zwischen Innentank und Mantel wird als Überwachungsraum bezeichnet. Über diesen lassen sich Leckagen mittels eines Leckanzeigers feststellen. Ein Doppelwandiger Behälter ist dabei immer mit einem aktiven Leckanzeiger in Form eines Vakuums- oder Flüssigkeitsleckanzeiger ausgerüstet. 

Einwandig: Einwandige Tanks bestehen aus nur einer Wand. Sie verfügen über keine Leckanzeiger und keine Rückhaltevorrichtung und sind damit nur in Kombination mit einer entsprechenden Auffangwanne zur aktiven Lagerung zulässig.

Einwandig in Auffangwanne: Diese Behältersorte besteht aus dem Tank und einer umschließenden Auffangwanne. Dieses System kann mit einem passiven Leckanzeiger ausgerüstet sein. Je nach Rückhaltevolumen kann die Tankanlage zur aktiven Lagerung genutzt werden. Dafür muss das Rückhaltevolumen bei 110% liegen.

LECKANZEIGER
ÜBERFÜLL-SICHERUNG

Sicherheitsausstattung:

Leckageüberwachung: Mobile Tankanlage können über eine Lecküberwachung verfügen. Notwendig dafür ist ein Überwachungsraum oder eine Rückhaltevorrichtung. Es wird  in aktive oder passive Leckanzeigesysteme unterschieden. Aktive Systeme sind als Vakuumleckanzeiger oder Flüssigkeitsleckanzeiger ausgelegt. Als passives System zählt zum Beispiel ein Schauglas mit Peilstab. Nur Tankanlagen mit aktiven Systemen gelten als Doppelwandig. Bei allen anderen Versionen spricht man von Einwandig in Auffangwanne.

Überfüllsicherung: In Mobilen Tankanlagen werden Grenzwertgeber als Überfüllsicherungen genutzt. Sie stellen sicher das die Tankanlage nur bis zu den vorgeschriebenen 95% Volumen befüllt werden kann. Die Überfüllsicherung muss jährlich durch einen Fachbetrieb nach AwSV überprüft werden. Dabei werden Einstellmaße, sowie die korrekte Funktion kontrolliert.